Vor dem Einsatz: Einsatzbesprechung vor Ort
Vor dem Einsatz: Einsatzbesprechung vor Ort
Auch in der Forstwirtschaft haben sich heute viele Dinge gewandelt. Gehörte der Förster früher wie selbstverständlich zu einem angesehenen Berufsstand, stellen viele Politiker diesen heute häufig in Frage. Brauchen wir eine den Wald erhaltende, jagende grüne Zunft wird oftmals (neidvoll?) gefragt oder geht es hier um einen reinen Wirtschaftsbetrieb, der nachzuweisen hat, dass er erfolg­reich Wirtschaften kann?

 

 

  

Hier eine der wenigen Ausnahmen: Vorführung vor Stadt- und Gemeinderäten
Hier eine der wenigen Ausnahmen: Vorführung vor Stadt- und Gemeinde-räten zur Notwendigkeit der Kalkung
Und so wurden die Forstverwaltungen in fast allen Bundesländern mittler­weile auf das absolut notwendige Minimum reduziert, so dass sie ihren Aufgaben nur noch teilweise nachkommen können. Dabei scheint der Holzvermarktung eine wichtigere Rolle zuzukommen, als dem Erhalt artenreicher Bestände. 

 

  

 

 

 

Hubschrauber beim kurativen Einsatz
Hubschrauber beim kurativen Einsatz
Wir fragen: „Ist es den Reformern inzwischen eigentlich egal, wenn der Wald dabei auf der Strecke bleibt?“

 

Von den ständigen

Mittelkürzungen für die Boden- und Wasserschutzkalkungen sind vor allem die Bestände, die Böden, das Trinkwasser und der Artenreichtum betroffen.

 

 

 

 

 

Die Bestände, weil nach wie vor über den Regenwassereintrag sehr hohe Stickstoffeinträge vor­handen sind, die zu frohwüchsigen aber leider auch sehr instabilen Bestockungen führen. 

 

 

Hubschrauber beim Einsatz über geschädigten Beständen
Hubschrauber beim Einsatz über geschädigten Beständen

Der Boden, weil bei Versauerungsgraden im Bereich von „Essigwasser“ (pH-Werte von 3,0 und darunter) die Pufferkapazität dahin, der Stickstoffspeicher defekt und die Mikroorganismenstruktur nachhaltig gestört sind, eine Umsetzung der organischen Substanz nicht mehr oder kaum noch erfolgt und bis in Tiefen von zwei Metern die gesamte Austauschkapazität des Bodens ausgefallen ist.

 

Das Grund- und Trinkwasser, weil aufgrund der zerstörten Bodenstruktur Schadstoffe freigesetzt werden, die die Grundwasserqualität nachhaltig beeinträchtigen und dazu führen, dass in den Wasserwerken ein hoher Aufwand zu betreiben ist, um eine den Normen entsprechende Trink­wasserqualität wieder herzustellen. Darüber hinaus ist das Oberflächenwasser betroffen, in dem wegen der niedrigen pH-Werte weder Mikro- noch Makroorganismen (z.B. die empfindliche Bach­forelle) richtig existieren können. Und so ist auch das „saubere“ Quellwasser eigentlich kaum ge­nießbar.


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